Von Lohals nach Svendborg und weiter nach Heiligenhafen

Svendborg

Von Lohals nach Svendborg

Lohals ist ein ruhiges Inselstädtchen. Rund um den ehemaligen Fischerhafen liegen einige Straßen mit den typischen dänischen Häuschen. Der Hafen selbst ist eine bunte Mischung aus Traditionsfahrzeugen, einigen Nebenberufsfischern, Yachten, Wohnmobilen und Touristen auf Fahrrädern. Voll wird es am Strand von Lohals nie. Der Bäcker backt noch selbst, nicht aber Montags und Dienstags, da ist zu. Die Tankstelle am Ort ist nebenbei Supermarkt, Cafe, Bäcker, Sozialzentrzm, Baumarkt und Informationszentrum. Als ich dort die Frühstücksbrötchen bezahle, wünscht mir die Kassiererin einen guten Segeltag. Woher sie denn wisse, dass wir mit dem Boot unterwegs seien? Das sehe man. Von der Sonne gebräunte deutsche Männer, die sie nicht kenne, können ja nur per Boot angereist sein, oder?
Entlang der Küste Langelands geht es später dann Richtung Süden. Aus wenig Wind wird langsam viel Wind und aus viel Wind sehr viel Wind. Keine Stunde später kommt über Lingby Radio, den dänischen Küstenfunkdienst zunächst eine Wind- und kurz darauf eine Starkwindwarnung. Innerhalb einer Stunde dreht der Wind auf 30 Knoten und mehr auf. Wir gehen ins zweite Reff und verwerfen die Idee, bis ins Smalandsfahrwasser - jenseits des großen Belts - weiter zu segeln und laufen in den Svendborgsund ab.

Von Heiligenhafen nach Bagenkop
Von Heiligenhafen nach Bagenkop
 
Sonnenuntergang in Bagenkop
Sonnenuntergang in Bagenkop

Land in Sicht: Langeland steuerbord querab
Land in Sicht: Langeland steuerbord querab
 

In Svendborg

Svendborg ist - nach längerer Zeit - wieder einmal eine echte Stadt. Dem eigentlichen Hafen vorgelagert ist - eine Seltenheit in Dänemark - ein echter gewerblich genutzter Hafen mit Werften, Trockendocks, etwas Industrie, Getreidespeichern und Öltanks. Das wirkt auf den ersten Blick etwas abschreckend. Doch es lohnt sich, hinter die Kulissen zu schauen: Dort findet sich der alte Fischereihafen mit historischer Marina und Museumshafen. Diese liegen direkt gegenüber der Werftinsel, auf der sich eine der letzten Holzboot-Werften Dänemarks befindet. Die J. Ring-Andersen Schiffswerft, die im Jahre 1867 von Jørgen Ring-Andersen gegründet wurde, ist eine der ältesten Holzschiffswerften Dänemarks. Hier entstanden berühmte Segelschiffe wie die "Lille Dan", "Helge", "Activ", "Seute Deern" und "Carene Star“. Keine GfK-Massenware aus dem 3D-Drucker, sondern echte Handarbeit aus Holz, deren Bau oft Jahre benötigt und heutzutage so unbezahlbar geworden ist. Schiffe, denen man gerne beim schwimmen zuschaut.
Svendborg ist es gelungen, dem allgemeinen Niedergang der Werften und kleinen Gewerbehäfen ein pulsierendes Kulturzentrum entgegenzusetzen. Museen, Kneipen und gemütliche Lounges sind dort entstanden, wo früher Dieselmotoren repariert wurden.

Von Svendborg nach Heiligenhafen

Von Svendborg geht es über Marstal nach Heiligenhafen. In Marstal sind wir für drei Tage eingeweht - mehr als 30 Knoten aus West machen die Überfahrt unmöglich. Erst nach drei Tagen geht es von Marstal dann weiter.

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